In der Wissenschaft und der Technik werden viele hilfreiche und sinnvolle Erfindungen gemacht. Von Zeit zu Zeit zeigen aber neue technische Entwicklungen, dass sie unsinnig oder schädlich sind. Die Reaktion der Menschheit auf solche Entwicklungen war in der Vergangenheit einfach. Sie bestand im Vergessen, unsinnige Entwicklungen landeten auf dem Müllhaufen der Technikgeschichte und hatten keine negative Auswirkung auf die Zukunft der Menschheit.
Mit der Nutzung der Atomkraft hat der Mensch eine Büchse der Pandora geöffnet, die sich nicht so einfach wieder verschließen lässt. Die weltweit noch zu schaffenden Endlager für den Müll dieser Technologie müssen über hunderttausende von Jahren im Bewusstsein bleiben. Bereits ein kurzer Blick zurück in die Zeit vor 20, 100 oder gar 1000 Jahren zeigt, dass die Kommunikation des Menschen sich immer schneller entwickelt. Daher sucht die Wissenschaft heute nach Methoden, mit denen sie auch nachfolgenden Generationen die Lage von Atommülllagern sicher mitteilen können.
Hierzu gibt es verschiedene Ansätze. Verworfen wurden bereits alle Verfahren, bei denen eine aktive Kommunikation, etwa über Datenspeicher oder in Papierform erforderlich ist. Favorisiert werden heute Monumente oder abschreckende Einrichtungen, die oberhalb solcher Lager errichtet werden soll. Außerdem sind aber auch alte Techniken im Gespräch, die in der Menschheitsgeschichte bereits ihre Langlebigkeit unter Beweis gestellt haben. Tafeln mit Bilderschriften, die universell lesbar sind, gehören dazu. Nicht in Ton oder Schiefer, sondern in widerstandsfähige Metallplatten geätzt, könnten solche Nachrichten die Jahrtausende überdaue